Die richtige Hundebox

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Wie gewöhne ich meinen Hund an seine Hundetransportbox

Es gibt natürlich Hunde, die haben ein so großes Vertrauen in ihr Frauchen bzw. ihr Herrchen, dass sie die Hundetransportbox einfach so hinnehmen werden. Die Box wird gekauft, mit ein zwei Leckerchen wird die Box oder Tasche dem Vierbeiner dann schmackhaft gemacht und der Hund oder die Hunde findet nichts Schlimmes daran, in die Box zu gehen. Sie akzeptieren sie vielleicht sogar gleich als neuen Schlafplatz und erst recht dann als Transportmöglichkeit. Und so finden diese Hunde nichts dabei, wenn es für einen Ausflug zum Tierarzt oder auch für eine Fahrt im Auto eben in die Box geht.

Mit Gelassenheit an die Aufgabe Hund an Hundebox gewöhnen gehen

Große Hundetransportbox zum Fliegen mit Hund
Große Hundetransportbox zum Fliegen mit Hund
Wie der Hund auf seine neue Hundetransportbox reagiert, das hängt viel auch davon ab, was wir als seine Vorbilder, seine Leithunde mit ihrem Einsatz verbinden, wie wir also auf sie reagieren. Kaufen wir die neue Hundebox und stellen diese mit dem Gefühl auf, das klappt nie, mein Hund wird garantiert damit Probleme haben und machen darum auch noch ein großes Aufsehen, bedauern den Hund am besten gleich noch (du armer, damit geht es demnächst zum Tierarzt zu einer ganz schlimmen Behandlung) - das wird dann nichts. Wir selbst sehen die Box als was Negatives an. Und damit unser Hund, für den wir ja ein Vorbild, ein Leithund sein sollten, eben auch. Und so wird er skeptisch, ängstlich und vielleicht sogar panisch reagieren.

Wenn die Box von uns selbst aber auch oder vor allem als eine wunderbare Möglichkeit gesehen wird, Spaß mit seinem Vierbeiner zu haben (oder einfach nur sicher und bequem zum Tierarzt zu kommen), - schließlich kann man nun endlich auch tolle Ausflüge machen, wird der Hund unsere Gefühle mitbekommen und eher aufgeschlossen und ohne Panik reagieren.

Haben wir also ein gutes Gefühl bei der Box, wird in den aller meisten Fällen auch der Hund die Transportbox mit etwas positivem verbinden. Wenn man selbst die Hundetransportbox als Gefängnis für seinen Vierbeiner sieht, als Zumutung und gerade mal als notwendiges schlimmes Übel, wird der Hund das merken.

Allerdings reicht eine positive Grundeinstellung beim Herrchen/Frauchen zur Hundebox nicht immer aus. Nicht jeden Hund hat man von klein an, nicht jeder Hund wurde bereits beim Züchter mit Hingabe und Liebe sozialisiert. Aber auch diesen Hunden hilft, wenn wir als Herrchen oder Frauen die Box selbst mit einem guten Gefühl verbinden. Man selbst ist dann ebenso wenig ein Versager wie der eigene Hund, dessen ganzen Erfahrungsschatz man eben nur selten kennt.

Vorarbeit bei der Gewöhnung an die Hundetransportbox

Die Vorarbeit beginnt bei einem selbst. Man selbst sollte positiv an die Aufgabe, seinen Hund an die neue Hundetransportbox zu gewöhnen, heran gehen. Zigtausende von Hunde nutzen solche Boxen, warum sollte es also der eigene Vierbeiner nicht schaffen? Die Box ist außerdem nun die Fahrkarte für tolle Ausflüge mit sicherem Transport (und eben auch für Fahrten zum Tierarzt). Vorbei die Zeiten, in denen der Hund nur mit einem Gurt gesichert auf der Rückbank verbringen musste und Gefahr lief bei einer Vollbremsung in den Vordersitz zu knallen und von der Leine zurückgezogen wurde. Es reicht übrigens, wenn man die Box selbst als was Positives, Tolles sieht. Dem Hund gegenüber sollte man die Box nicht zu überschwänglich freudig präsentieren, sondern eher freudig neutral.

Für die erste Präsentation sollte man außerdem ein wenig Zeit einplanen. Wenn die Box nach dem Kauf erst aufgebaut werden muss, sollte man dies mit Ruhe und Gelassenheit tun und nicht so, wie man sonst vielleicht beim Aufbau von Möbeln kämpft und flucht. Dann kann man die Box einfach mal stehen lassen, neugierige Hunde werden so oder so schon beim Aufbau nachschauen, was Herrchen oder Frauchen so treibt, andere Hunde werden sich eher wundern, was denn da wieder angeschleppt wurde.

Ist es eine Hundebox im Format XXL, weil auch der Hund eben etwas größer ist, sollte man vor dem Aufbau schon den nötigen Platz einplanen. Gerade in kleinen Wohnungen können solche Boxen zu einem zusätzlichen Möbelstück mutieren, gegen das man eben nicht treten darf, weil es im Weg rumsteht, sondern mit dem man eben ein paar Tage leben muss.

Steht die Hundebox, hat man sich selbst schon an diese gewöhnt, dann kann man nun auch seinen Hund daran gewöhnen. Ganz in Ruhe, Schritt für Schritt.

Der Hund und die Gewöhnung an seine Hundebox

Hier eine Anleitung und ein paar Tipps zur Gewöhnung eines Hundes an seine neue Hundetransportbox.
  1. Hundeboxen sollte man nicht erst kurz vor ihrem unbedingten Einsatz kaufen. Nehmen Sie sich also Zeit. Ideal ist es, wenn der Hund erst einmal in der Wohnung an die Box gewöhnt werden kann und diese erst etwas später im Auto zum Einsatz kommt.
  2. Meist hat ein Hund ja nicht nur eine Hundedecke. Sehr hilfreich ist es, wenn man diese Decke dann eben in die Box legt, so riecht diese schon einmal vertraut. Riecht die Box noch neu und nach Ausdünstungen, kann es sehr hilfreich sein, wenn man die Wände mit einem genutztem T-Shirt von sich abreibt, um den Boxengeruch in einen vertrauten Geruch zu verwandeln.
  3. Nun kann man die Box in Spiele miteinbeziehen. Ist der Hund eher ein Fresssack, der auf Leckerlis abfährt, kann man diese zunächst rund um die Box verstecken, dann am Eingang, dann in der Box und dann ganz hinten in der Box. Steht der Hund eher auf Spielzeug oder Bälle, nutzt man eben diese für die spielerische Gewöhnung.
  4. Will der Hund partout aber auch sein Lieblingsspielzeug nicht aus der Box holen, spielt man wieder um die Box herum und beendet das Spiel möglichst mit einem Erfolg. Am nächsten Tag kann es dann weiter gehen.
  5. Natürlich kann man auch den Hund in der Box füttern. Erst vor dem Eingang zur Box, dann die Schüssel in die Tür stellen und später steht die Schüssel eben ganz hinten.
  6. Geht der Hund nun für ein Leckerli oder sein Spielzeug in die Box, kann man das ganze nun mit einem Kommando verknüpfen. Zum Beispiel Geh in die Box, Verreisen oder nur Box. Und nicht vergessen, immer wenn es klappt loben und immer das Spiel so beenden, dass beide Seiten ein Erfolgserlebnis haben. Klappt es nicht mit dem Kommando Box, übt man eben am Ende noch etwas was der Hund kann.
  7. Natürlich sollte der Hund auch wieder aus der Box kommen.
  8. Und bevor es daran geht, den Hund auch an die geschlossene Box zu gewöhnen, sollte man ihn zunächst auch in der Box zum Platz machen auffordern und dies einige Male üben.
  9. Nun kann man die Tür auch mal schließen, wenn der Hund in der Box ist. Mit einem Spielzeug oder einem Leckerchen wird der Hund abgelenkt, die Tür wird geschlossen und am Anfang sofort wieder geöffnet. Später wird die Tür schrittweise immer etwas länger zugelassen, hier kann man den eigenen Vierbeiner dann ja zum Beispiel mit einer Kaustange beschäftigen.
  10. Wird die Tür geöffnet, sollte man das einfach so machen und nicht den Hund dann überschwänglich betüteln ala du tapferer Kerl, warst du eingesperrt, du armer Hund, jetzt bist du aber wieder frei … die geschlossene Tür ist einfach nichts Schlimmes, für sie nicht und damit für den Hund auch nicht.

Besonders wichtig ist diese Gewöhnung an die Hundebox, wenn diese zum Beispiel erstmals bei einem Flug zum Einsatz kommen muss und man nicht die Möglichkeit hat, die Box vorab im Auto einzusetzen, um den Hund daran zu gewöhnen. Vielleicht hat man einfach kein Auto, oder das Auto ist zu klein dafür. In diesem Fall sollte man sich vor einem Flug wirklich genug Zeit nehmen, um in der Wohnung oder auf der Terrasse, den Hund ausführlich an die Box zu gewöhnen.

Wenn die Wohnung wirklich klein ist und die Box riesig, spricht übrigens nichts dagegen, diese wie ein gewöhnliches Möbelstück mit einzubeziehen. Als Ablage sind sie gut geeignet und so wird die Box für alle ein selbstverständlicher Anblick. Allerdings sollte man nichts auf der Box lagern, was scheppernd runterfallen könnte. Das könnte den Hund erschrecken und er könnte seinen Schrecken dabei auf die Box übertragen.

Wann sehr wahrscheinlich kein Hundebox-Training nötig ist

Es gibt Hunde, die haben einfach ein so großes Vertrauen in Herrchen und Frauchen, dass sie alles akzeptieren, was diese wollen. Das heißt zwar nicht unbedingt, dass diese Hunde immer aufs Wort hören, aber wenn plötzlich Auto fahren nicht mehr heißt, den gesamten Kofferraum für sich zu haben, sondern Herrchen oder Frauchen nun auf eine bequeme, wohlriechende Hundebox bestehen, wird der Hund eben statt in den Kofferraum zu springen in die Hundebox springen und das einfach hinnehmen. Bevor man mit viel Aufwand eine große und sperrige Hundebox mehrere Tage in der Wohnung stehen hat, reicht es meist, diese einfach mit dem passenden Geruch zu versehen (mit T-Shirt oder Hundedecke abreiben) und diese so in den Kofferraum zu stellen, das der Hund da reinspringen kann. Bei vielen Hunden wird das sofort zum Erfolg führen. Man sollte aber auch in diesem Fall die Box in Ruhe im Auto anbringen. Wenn man mit Hund und Box zum Auto läuft und dann ächzend und stöhnend erst schauen muss, wie man die große Kiste nun in den Kofferraum unterbringt und dabei womöglich auch noch laut schimpft, ist das kein guter erster Eindruck für den späteren Insassen dieser Box.

Hundebox und erster Ausflug überhaupt

Etwas Besonderes kann der erste Einsatz einer solchen Hundetransportbox sein, wenn der Hund neu ist, zum Beispiel gerade aus dem Tierheim eingezogen oder eben ein Welpe, der noch nicht viele Ausflüge gemacht hat. Auch in diesem Fall muss man oft gar nicht viel Aufheben machen, das ein Ausflug ansteht, ist wahrscheinlich schon aufregend genug für den Hund oder den Welpen. In diesem Fall sollte man die ersten Ausflüge mit Box aber nicht gerade zum Tierarzt machen oder eine längere Fahrt unternehmen. Hund oder Welpe in Tasche oder Box verfrachten, kurze Fahrt oder kurzer Spaziergang damit und dann was Schönes (und Ablenkendes) tun.

Sicheres Aussteigen aus der Box

Ist der Hund soweit an seine Hundebox gewöhnt, kommt diese vielleicht sogar schon im Auto zum Einsatz, sollte man gleich damit beginnen, das sichere Verlassen der Box zu üben. Das ist ähnlich wie beim Aussteigen aus dem Auto, erst auf Kommando darf der Hund raus. Wie beim Aussteigen aus dem Auto sollte man dies zunächst in einer eher reizarmen Umgebung üben. Sieht der Vierbeiner vom Auto aus schon jede Menge (Hunde)Kumpels oder seinen Lieblingssee, wird er - sobald das Auto stoppt - unruhig mit den Pfoten scharren und so schnell wie möglich aus Auto und Box wollen. Dann mit ihm erst Sitz und Platz zu üben, um ihn erst rauszulassen, wenn er sich beruhigt hat, kann eine harte Geduldsprobe werden. Also lieber erst einmal an einem neutralem Ort üben.

Warum Hundeboxen etwas Tolles für Alle sind

Mit einer Hundebox ist es endlich möglich, sichere Ausflüge zu machen. Der Hund ist sicher und geschützt in seiner Transportbox aufgehoben. Irgendwelche Gegenstände im Kofferraum wie Verbandskasten oder eine Werkzeugtasche oder die eigene Tasche mit Badezeug können nicht mehr auf ihn fallen. Auch in Kurven nicht. Die Dinge sind auch vor ihm sicher, es kann nicht mehr passieren, dass man mit einem vollgehaarten Menschenhandtuch am Strand ankommt, weil der eigene Vierbeiner während der Fahrt im Kofferraum die Badetasche als Kissen genutzt hat.

Die Gewöhnung an eine Hundetransportbox benötigt vor allem etwas Zeit und meist auch einiges an Leckerchen für den Hund.



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